Longieren

Den meisten unserer Hunde fehlt ausreichend geistige wie körperliche Auslastung. Nicht umsonst schießen daher Unmengen neuer Hundesportarten wie Pilze aus dem Boden. Das Longieren mit Hunden ist jedoch kein neuer Sport. Es wird bereits seit vielen Jahrzehnten in der Hütearbeit zur „Trockenarbeit“ an den Schafen eingesetzt. Auch aus dem Pferdesportbereich kennt man das Longieren. Trotzdem blieb es lange Jahre eine recht unbekannte Beschäftigung für den Hund. Warum, ist völlig unklar, denn das Longiertraining ermöglicht gleichzeitig körperliche und geistige Auslastung auf hohem Niveau und das innerhalb weniger Minuten.

Wie sieht das Longiertraining also aus? Eigentlich recht einfach: Man braucht: 1 Kreis ca. 10m Durchmesser, 1 Hund, 1 Mensch, 1 voller Wassernapf, anfangs vielleicht eine 10m Leine und noch ein Spielzeug/Leckerlies für den Hund. Mehr nicht. Man sollte bedenken, dass 15 Minuten Longieren der Auslastung eines Spaziergangs von ca. 2 Stunden entsprechen! Longiert wird nicht einfach stupide um den Kreis. Viele Richtungs- und Gangartwechsel und Stopps mit einfachen Unterordnungsübungen wie „Sitz“, „Platz“, „Steh“, „Down“ zwischendurch schulen und verbessern die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit des Hundes.

Natürlich steht auch dem Üben von Tricks, Dogdancekombinationen, Apportierspielen und mit Agilitygeräten nichts im Wege. Mit der Zeit wird dies sogar „Pflicht“, wenn sich eine gewisse Langeweile auf seiten des Menschen breit macht. Denn dem Hund wird das Rennen, Stoppen, in die andere Richtung Rennen, Sitzen, Rennen, Platzen;-) so schnell nicht fad. Im Longieren gibt es auch die Möglichkeit, mit zwei Hunden gleichzeitig an einem Kreis zu üben, dazu sollten die Hunde aber schon recht gut kontrollierbar sein und sich gut verstehen. Aber eine praktikable Idee für Mehrhundehalter ist es allemal.

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